Satzung

Sat­zung der “Gesell­schaft für Poli­tik­di­dak­tik und poli­ti­sche Jugend- und Erwach­se­nen­bil­dung”

§ 1 Zweck der Gesell­schaft

Die „Gesell­schaft für Poli­tik­di­dak­tik und poli­ti­sche Jugend- und Erwach­se­nen­bil­dung (GPJE)“ ist eine wis­sen­schaft­li­che Fach­ge­sell­schaft, die der För­de­rung der wis­sen­schaft­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung mit Fra­gen der schu­li­schen und außer­schu­li­schen poli­tisch-gesell­schaft­li­chen Bil­dung in For­schung und Lehre dient. Die Gesell­schaft ist selbst­los tätig; sie ver­folgt nicht in ers­ter Linie eigen­wirt­schaft­li­che Zwe­cke. Mit­tel der Gesell­schaft dür­fen nur für die sat­zungs­ge­mä­ßen Zwe­cke ver­wen­det wer­den. Die Mit­glie­der erhal­ten keine Zuwen­dun­gen aus Mit­teln der Gesell­schaft.

Es darf keine Per­son durch Aus­ga­ben, die dem Zweck der Kör­per­schaft fremd sind, oder durch unver­hält­nis­mä­ßig hohe Ver­gü­tun­gen begüns­tigt wer­den. Die Gesell­schaft ver­folgt aus­schließ­lich und unmit­tel­bar gemein­nüt­zige Zwe­cke im Sinne des Abschnitts „Steu­er­be­güns­tigte Zwe­cke“ der Abga­ben­ord­nung. Sitz der Gesell­schaft ist Wup­per­tal.

Sie leis­tet dies ins­be­son­dere durch:

  1. För­de­rung des wis­sen­schaft­li­chen Dis­kur­ses, der For­schung und der wis­sen­schaft­li­chen Koope­ra­tion,
  2. Ver­an­stal­tung von Fach­ta­gun­gen und Kon­gres­sen,
  3. wis­sen­schaft­li­che Publi­zis­tik,
  4. Inten­si­vie­rung der euro­päi­schen und der inter­na­tio­na­len wis­sen­schaft­li­chen Zusam­men­ar­beit,
  5. För­de­rung der Lehre an Hoch­schu­len und die För­de­rung des wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuch­ses,
  6. das wis­sen­schaft­lich-poli­ti­sche Enga­ge­ment für den Aus­bau der Dis­zi­plin an den Hoch­schu­len.

§ 2 Mit­glied­schaft

(1) Mit­glied der Gesell­schaft kann wer­den, wer auf dem Gebiet der Poli­tik­di­dak­tik und/oder der poli­ti­schen Jugend- und Erwach­se­nen­bil­dung wis­sen­schaft­lich tätig und her­vor­ra­gend – in der Regel durch eine Dis­ser­ta­tion und wis­sen­schaft­li­che Ver­öf­fent­li­chun­gen – aus­ge­wie­sen ist.

(2) Dok­to­ran­din­nen und Dok­to­ran­den kön­nen als Mit­glie­der auf­ge­nom­men wer­den, sofern sie mit einem Dis­ser­ta­ti­ons­vor­ha­ben im Bereich der poli­ti­schen Bil­dung an einer Uni­ver­si­tät als Doktorand/Doktorandin ange­nom­men wur­den.

(3) Als för­dern­des Mit­glied kann auf­ge­nom­men wer­den, wer die Poli­tik­di­dak­tik und/oder die poli­ti­sche Jugend- und Erwach­se­nen­bil­dung durch Gewäh­rung von Publi­ka­ti­ons­mög­lich­kei­ten, von For­schungs­mit­teln oder in ähn­li­cher Weise unter­stützt. För­dern­des Mit­glied kön­nen auch Per­so­nen­ver­ei­ni­gun­gen oder juris­ti­sche Per­so­nen wer­den. För­dernde Mit­glie­der haben kein Stimm­recht.

(4) Die Mit­glied­schaft kann von Inter­es­sen­tin­nen und Inter­es­sen­ten, die die Vor­aus­set­zun­gen nach Absatz 1, 2 oder 3 erfül­len, bean­tragt wer­den. Dem Antrag ist eine Kopie der Pro­mo­ti­ons­ur­kunde bzw. ein Nach­weis über die Annahme als Doktorand/Doktorandin, eine kurze Über­sicht zu den wis­sen­schaft­li­chen Arbeits­schwer­punk­ten auf dem Gebiet der Poli­tik­di­dak­tik und/oder der poli­ti­schen Jugend- und Erwach­se­nen­bil­dung sowie ein Ver­zeich­nis der Ver­öf­fent­li­chun­gen bei­zu­fü­gen. Der Mit­glied­schafts­an­trag muss des Wei­te­ren eine Erklä­rung ent­hal­ten, dass der Ethik­ko­dex der GPJE als ver­bind­lich aner­kannt wird. Befür­wor­tet der Spre­cher­kreis der Gesell­schaft ein­stim­mig die Auf­nahme, so ver­stän­digt er die Mit­glie­der im Zusam­men­hang mit dem nächs­ten Rund­schrei­ben über die vor­ge­se­hene Auf­nahme. Die Auf­nahme wird wirk­sam, wenn nicht min­des­tens drei Mit­glie­der inner­halb eines Monats schrift­lich Ein­spruch gegen die Auf­nahme erhe­ben. Wer­den sol­che Ein­sprü­che erho­ben, ent­schei­det die nächste Mit­glie­der­ver­samm­lung über die Auf­nahme. Die Mit­glie­der­ver­samm­lung ent­schei­det fer­ner, wenn min­des­tens ein Mit­glied des Spre­cher­krei­ses Zwei­fel gel­tend macht, ob die Vor­aus­set­zun­gen für die Mit­glied­schaft erfüllt sind.

(5) Die Mit­glied­schaft erlischt

  1. durch Aus­schluss;
  2. durch Aus­tritt zum Jah­res­ende, der min­des­tens einen Monat zuvor schrift­lich dem Spre­cher­kreis erklärt wer­den muss;
  3. durch Tod.

(6) Über den Aus­schluss ent­schei­det die Mit­glie­der­ver­samm­lung auf Vor­schlag des Spre­cher­krei­ses oder auf Antrag von min­des­tens drei Mit­glie­dern. Der Aus­schluss kann nur aus Grün­den erfol­gen, die sich aus der Ziel­set­zung der Gesell­schaft und den Mit­glied­schafts­be­din­gun­gen sowie aus Ver­stö­ßen gegen den Ethik­ko­dex, wel­che nach den dor­ti­gen Grund­sät­zen geahn­det wer­den kön­nen, erge­ben.

§ 3 Organe

Organe der Gesell­schaft sind die Mit­glie­der­ver­samm­lung, der Spre­cher­kreis und die Ethik­kom­mis­sion.

§ 4 Mit­glie­der­ver­samm­lung

(1) Die Mit­glie­der­ver­samm­lung wählt den Spre­cher­kreis sowie die Mit­glie­der der Ethik­kom­mis­sion nach der Maß­gabe des Ethik­ko­dex, ent­schei­det in den in § 2 (4) und (6) genann­ten Fäl­len über Auf­nahme und Aus­schluss von Mit­glie­dern, die Höhe des Mit­glieds­bei­trags, Ände­run­gen die­ser Sat­zung und des Ethik­ko­dex sowie Ange­le­gen­hei­ten von grund­sätz­li­cher Bedeu­tung für die Gesell­schaft.

(2) Die Mit­glie­der­ver­samm­lung tagt min­des­tens ein­mal inner­halb von zwei Jah­ren. Alle Mit­glie­der sind unter Bekannt­gabe der Zeit, des Ortes und der vor­ge­se­he­nen Tages­ord­nung spä­tes­tens einen Monat vor Beginn durch den Sprecher/die Spre­che­rin der Gesell­schaft schrift­lich ein­zu­la­den.

(3) Der Spre­cher­kreis kann mit Mehr­heit außer­or­dent­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen ein­be­ru­fen. Er muss sie ein­be­ru­fen, wenn min­des­tens ein Vier­tel der Mit­glie­der dies ver­langt.

(4) Eine ord­nungs­ge­mäß ein­be­ru­fene Mit­glie­der­ver­samm­lung ist im Rah­men der mit der Ein­la­dung bekannt gege­be­nen Tages­ord­nung ohne Rück­sicht auf die Zahl der Erschie­ne­nen beschluss­fä­hig. Sie beschließt mit ein­fa­cher Mehr­heit. Bei Stim­men­gleich­heit gilt ein Antrag als abge­lehnt.

(5) Die Mit­glie­der­ver­samm­lung wählt mit ein­fa­cher Mehr­heit zwei Kas­sen­prü­fer.

§ 5 Spre­cher­kreis

(1) Der Spre­cher­kreis der Gesell­schaft besteht aus dem/der Sprecher/in, dem/der Schatzmeister/in und bis zu vier wei­te­ren Mit­glie­dern. Er wird von der Mit­glie­der­ver­samm­lung auf zwei Jahre gewählt. Wie­der­wahl ist zuläs­sig, beim Sprecher/der Spre­che­rin jedoch nur ein­mal im unmit­tel­ba­ren Anschluss an die Amts­pe­ri­ode.

(2) Der Spre­cher­kreis besorgt die Ange­le­gen­hei­ten der Gesell­schaft und ver­tritt die Gesell­schaft nach außen.

(3) Der Spre­cher­kreis ent­schei­det mit ein­fa­cher Mehr­heit.

(4) Der/die Schatzmeister/in ver­wal­tet die Ein­nah­men und das Ver­mö­gen der Gesell­schaft unter Beach­tung der Anfor­de­run­gen zur Wah­rung der Gemein­nüt­zig­keit. Er/sie berich­tet dem Spre­cher­kreis und der Mit­glie­der­ver­samm­lung regel­mä­ßig über die finan­zi­elle Situa­tion der Gesell­schaft.

§ 6 Arbeits­grup­pen in der Gesell­schaft für Poli­tik­di­dak­tik

Mit­glie­der der Gesell­schaft, die gemein­sam zu wis­sen­schaft­li­chen The­men arbei­ten, kön­nen sich als „Arbeits­gruppe in der Gesell­schaft für Poli­tik­di­dak­tik und poli­ti­sche Jugend- und Erwach­se­nen­bil­dung (GPJE)“ kon­sti­tu­ie­ren. Sie müs­sen ihre Grün­dung dem Spre­cher­kreis anzei­gen. Über die Auf­lö­sung einer Arbeits­gruppe ent­schei­den die Mit­glie­der der Arbeits­gruppe mit Mehr­heit oder die Mit­glie­der­ver­samm­lung der Gesell­schaft für Poli­tik­di­dak­tik und poli­ti­sche Jugend- und Erwach­se­nen­bil­dung.

§ 7 Auf­lö­sung der Gesell­schaft

(1) Eine Auf­lö­sung der Gesell­schaft kann nur im Rah­men der bekannt gege­be­nen Tages­ord­nung von einer sat­zungs­ge­mäß ein­be­ru­fe­nen Mit­glie­der­ver­samm­lung mit Zwei­drit­tel­mehr­heit der Stim­men der anwe­sen­den Mit­glie­der beschlos­sen wer­den.

(2) Bei Auf­lö­sung der Gesell­schaft oder bei Weg­fall steu­er­be­güns­tig­ter Zwe­cke fällt das Ver­mö­gen der Gesell­schaft an die Deut­sche Ver­ei­ni­gung für poli­ti­sche Bil­dung (DVPB), die es unmit­tel­bar und aus­schließ­lich für Zwe­cke der För­de­rung der poli­ti­schen Bil­dung in Wis­sen­schaft und For­schung zu ver­wen­den hat.

§ 8 Inkraft­tre­ten

Die Sat­zung tritt am 4. Juni 2000 in Kraft.

[Fas­sung, zuletzt geän­dert durch die Mit­glie­der­ver­samm­lung am 22.06.2012]